 |
 |
 |
 |
|
| |
|
|
 |
| |
|
Druck in
Vorbereitung |
| |
|
Hrsg.: |
|
Pichl, Robert |
| |
|
Titel: |
|
Ingeborg Bachmann
als Leserin |
| |
|
|
|
Ihre Privatbibliothek als Ort
einer literarischen Spurensuche. |
| |
|
|
|
Mit einer Datenbank auf CD-ROM,
bearbeitet von Anna Babka. |
| |
|
|
|
Wien (in Vorbereitung - Veröffentlichung
bereits in 2003 angekündigt). |
| 2010 |
|
|
 |
| |
|
|
|
|
AutorIn: |
|
Hinterberger, Julia |
| |
|
Titel: |
|
Klänge haben mehr Gedächtnis. |
| |
|
|
|
Zur musikalischen Rezeption von Ingeborg
Bachmanns Hörspiel 'Der gute |
| |
|
|
|
Gott von Manhattan'. |
| |
|
Verlag: |
|
Rombach, Freiburg 2010 |
| |
|
|
|
454 Seiten, Paperback - 68,00 € |
| |
|
ISBN-10: |
|
3793096289 |
| |
|
ISBN-13: |
|
978-3-7930-9628-3 |
| |
|
|
|
Ingeborg Bachmanns letztes
Hörspiel Der gute Gott von Manhattan erfuhr nach seiner Ursendung 1958
eine multimediale Rezeption. Neben Manuskript, Buchversion, Fernsehfilm
und zahlreichen Theateraufführungen existieren sechs Hörspielproduktionen,
deren akustische Ausgestaltung im Zentrum der Untersuchung steht. Der Schwerpunkt
liegt hierbei auf der Funktion des Zeichensystems Musik. Gegenübergestellt
werden diese Produktionen der Transformation des Stoffes auf die Musiktheaterbühne
durch Adriana Hölszky, deren Werk Der gute Gott von Manhattan 2004
im Rahmen der Schwetzinger Festspiele seine viel beachtete Uraufführung
erlebte. |
| |
|
|
|
|
|
|
AutorIn: |
|
Nagy, Hajnalka |
| |
|
Titel: |
|
Ein Wort und ein anderes Land. |
| |
|
|
Zum Verhältnis von Wort, Welt und
Ich in Ingeborg Bachmanns Werk. |
| |
Verlag: |
|
Königshausen & Neumann (= Epistemata
Literaturwissenschaft Bd. 694), |
| |
|
|
Würzburg 2010. |
| |
|
|
ca. 220 Seiten broschiert - ca. 29,00
€ - Erscheinungstermin: Juni 2010 |
| |
ISBN-10: |
|
3826042417 |
| |
ISBN-13: |
|
978-3-8260-4241-6 |
| |
|
|
|
Der Titel der vorliegenden
Studie verweist auf eine doppelte Bewegung, die der Poetik Ingeborg Bachmanns
eigen ist. Einerseits nimmt er Bezug auf das so genannte „Böhmen-Gedicht“,
das die Verheißung eines utopischen Landes im Bild des Aneinandergrenzens
von einem „anderen“ Wort, einem „anderen“ Land und
einem unrettbaren und trotzdem unverlorenen Ich enthält. Andererseits
ruft der Titel die erste Frankfurter Vorlesung in Erinnerung, die 1959 die
fundamentale „Unsicherheit“ der menschlichen Existenz mit dem
„erschütterten“ „Vertrauensverhältnis zwischen
Ich und Sprache und Ding“ erklärt. Die Arbeit nimmt dieses „erschütterte“
Verhältnis von Wort, Welt und Ich als Ausgangspunkt und fragt damit
nach der zentralen Problematik der Poetik Bachmanns und der Literatur nach
1945. Die Arbeit versucht, anhand der zentralen Kategorien des Subjektes,
der Sprache und der Welt den Problemhorizont des Bachmannschen OEuvres abzustecken.
Dabei kommen Fragen der Autorschaft ebenso zur Geltung, wie Bachmanns theoretische
Stellungnahmen in Bezug auf den Begriff der Utopie oder auf eine „neue“
dichterische Sprache, die den Mittelpunkt ihrer Poetik bildet. Was kann
man unter der Bezeichnung neue „Gangart“ der Sprache verstehen?
Wie kann Bachmann das Schreiben und das Kunstwerk in eine neue Poetik des
„Magischen“ retten? |
| 2009 |
|
|
 |
| |
|
|
|
|
AutorIn: |
|
Broser, Patricia |
| |
|
Titel: |
|
Ein Tag wird kommen ... |
| |
|
|
|
Utopiekonzepte im Werk Ingeborg Bachmanns.
|
| |
|
Verlag: |
|
Praesens Verlag, Wien 2009. |
| |
|
|
|
292 Seiten, geb. - 34,00 € |
| |
|
ISBN: |
|
978-3-7069-0577-0 |
 |
|
|
|
Ingeborg Bachmanns Utopiekonzept
lässt sich in drei Teilkonzepte – Liebesutopie, Utopie eines
neuen Sprechens und Mystik – aufspalten, die in den einzelnen Phasen
ihres Schreibens in unterschiedlicher Gewichtung auftreten. Auf der Basis
„geistiger Begegnungen“ mit Ludwig Wittgenstein, Robert Musil,
Ernst Bloch, Theodor W. Adorno und Gershom Scholem eröffnet sich der
geistige Raum, in dem die Intellektuelle sich bewegte und den sie aktiv
mitgestaltete. Anhand zahlreicher Einzelanalysen von Gedichten, Fragmenten
und ausgewählter Erzählungen aus 'Das dreißigste Jahr' (1961)
und 'Simultan' (1972), sowie anderer veröffentlichter Texte und Teile
des 'Todesarten'-Projekts kann eine Entwicklung sichtbar gemacht werden,
die sich von der Lyrik ausgehend im Prosawerk fortsetzt. Neue Ergebnisse
verspricht hier der Blick auf bisher weniger beachtete Teile des umfangreichen
Werks, ihre Vorläufer und verwandten Fragmente im literarischen Nachlass
sowie die neu erschienenen Briefwechsel mit Hans Werner Henze und Paul Celan. |
| |
|
 |
|
Leseprobe: Ein
Tag wird kommen... Utopiekonzepte... |
| |
|
 |
|
Inhaltsverzeichnis |
| |
|
|
|
|
| |
|
AutorIn: |
|
Peters, Bergit |
 |
|
Titel: |
|
LiebesArten |
| |
|
|
Im theologischen Gespräch mit Ingeborg
Bachmann |
| |
Verlag: |
|
Matthias-Grünewald, Ostfildern 2009. |
| |
|
|
207 Seiten kartoniert/broschiert - 24,90
€ |
| |
ISBN-10: |
|
3-7867-2762-7 |
| |
ISBN-13: |
|
978-3-7867-2762-0 |
| |
|
|
|
| |
AutorIn: |
|
Jasmin Hambsch |
| |
Titel: |
|
"Das schreibende Ich" |
| |
|
|
Erzählerische Souveränität
und Erzählstruktur in |
| |
|
|
|
Ingeborg Bachmanns "Malina" |
| |
|
Verlag: |
|
Königshausen & Neumann (= Epistemata
Literaturwissenschaft Bd. 680), |
| |
|
|
|
Würzburg 2009. |
| |
|
|
|
148 Seiten, Broschur mit
Fadenheftung, 24,00 € |
| |
|
ISBN: |
|
978-3-8260-4135-8 |
| |
|
|
|
In Ingeborg
Bachmanns Roman „Malina“ steht hinter dem Ich keine gesicherte
Identität mehr. Ein Sachverhalt, der in der Literatur des 20. Jahrhunderts
häufig zu beobachten ist. In ihrem Roman erprobt Bachmann eine Form
der Autoproduktion: Durch das Erfinden und „Erschreiben“ einer
eigenen Geschichte erschafft das weibliche Roman-Ich seine eigene Existenz.
Dies hinterlässt Spuren im formalen Aufbau des Romans, die heraus gearbeitet
werden: Anhand der theoretischen Grundlagen Gérard Genettes werden
die erzählerischen Mittel sichtbar, derer sich das Ich zunehmend bedient.
Dazu gehört der Einsatz von Prolepsen und Analepsen, die die zeitliche
Ordnung im Roman steuern, das Verfügen über narrative Tempi und
über die Wiederholungsbeziehung zwischen Erzählung und Geschichte.
Auch die Perspektive („Modus“), aus der die Handlung beschrieben
wird, erweitert zunehmend die erzählerischen Möglichkeiten des
Ich. Dieses Ich, das sich zunächst im haltlosen Heute wiederfindet,
erobert sich Stück für Stück die Souveränität eines
Erzählers, was sich in einem Übertreten der formalen Erzählebenen
innerhalb des Textes andeutet. Im paradoxen Schaffensprozesses bleiben die
schmerzhaften Fragen jedoch bestehen: Wofür bin ich nützlich?
Und welchen Wert hat meine selbst geschriebene (Liebes-) Geschichte in der
logisch organisierten, vernunftdominierten Welt? |
| |
|
 |
|
Leseprobe: Die
eigene Existenzberechtigung schreiben |
| |
|
|
|
|
| |
|
AutorIn: |
|
Michèle
Pommé |
 |
|
Titel: |
|
Ingeborg Bachmann - Elfriede
Jelinek: Intertextuelle |
| |
|
|
Schreibstrategien in "Malina",
"Das Buch Franza", "Die |
| |
|
|
Klavierspielerin" und "Die
Wand" |
| |
Verlag: |
|
Röhrig (= Kunst und Gesellschaft. Studien
zur Kultur im 20. und 21. |
| |
|
|
Jahrhundert , Bd. 6.), St. Ingbert 2009. |
| |
|
|
467 Seiten, Broschur - 38,00 € |
| |
ISBN: |
|
978-3-86110-462-9 |
| |
|
|
Gegenstand
des Buches sind die intertextuellen Bezüge auf das psychoanalytische
Referenzsystem und auf einzelne Texte aus Mythologie, Philosophie und
Literatur. Die textimmanente Interpretation von Bachmanns Todesarten-Texten
und Jelineks Klavierspielerin fördert die Funktion der Anspielungen
auf den Hysterie-Diskurs zutage.
Dabei kontrastiert die Autorin Bachmanns zwischen Kritik und Affirmation
oszillierendes Verhältnis zur Psychoanalyse mit Jelineks im Irigaray'schen
Sinne 'hysterischer' Schreibweise. Die Bedeutung der intertextuellen Einzeltextreferenzen
in Bachmanns Roman Malina und Jelineks Dramolett Der Tod und das Mädchen
V (Die Wand) wird vor dem Hintergrund der utopischen bzw. satirischen
Schreibpraxis der Schriftstellerinnen eruiert. |
| |
|
 |
|
Leseprobe: 'Weibliches'
Schreiben: Androgynie oder Hysterie |
| |
|
|
|
|
| |
|
AutorIn: |
|
Schlich,
Jutta |
| |
|
Titel: |
|
Inzest und Tabu |
| |
|
|
|
Ingeborg Bachmanns "Malina" gelesen
nach den Regeln der Kunst. |
| |
|
Verlag: |
|
Ulrike Helmer, Sulzbach/Taunus 2009. |
| |
|
|
|
271 Seiten - 29,90 € |
| |
|
ISBN-13: |
|
9783897412675 |
| |
|
|
|
Buchbesprechung: |
| |
|
|
|
Literaturkritik Nr. 6 - Rolf Löchel, Juni
2009: |
| |
|
 |
|
Die
himbeerrote Quelle des ultimativen Wissens - In ihrem Buch „Inzest
und |
| |
|
|
|
Tabu“ lässt Jutta Schlich die Ich-Erzählerin
von Ingeborg Bachmanns |
| |
|
|
|
„paramenstruellem“ Roman „Malina“
die Gebärmutter befreien |
| 2008 |
|
|
 |
| |
|
|
| |
|
AutorIn: |
|
Baumgartl, Annette |
| |
|
Titel: |
|
Auf das Opfer darf sich keiner berufen |
| |
|
|
|
Zur Dekonstruktion von Opferfiguren bei Ingeborg Bachmann
und Anne Duden |
| |
|
Verlag: |
|
Tectum, Marburg 2008. |
| |
|
|
|
389 Seiten kartoniert/broschiert - 29,90 € |
| |
|
ISBN-10: |
|
3-8288-9501-8 |
| |
|
ISBN-13: |
|
978-3-8288-9501-0 |
| |
|
|
|
Ingeborg Bachmann und die
1942 geborene Anne Duden thematisieren die Shoah aus einer Perspektive,
die Anne Duden als "Mitwisserschaft" bezeichnet hat. Das Problem:"als
Kind von Tätern, der Tätergeneration, involviert zu sein, ohne
involviert zu sein". Der "Pakt des Schweigens", der im Nachkriegsdeutschland
über den Nationalsozialismus herrschte, hat dazu geführt, dass
sich die Nachgeborenen für die Verbrechen ihrer Eltern verantwortlich
fühlten. In ihren Texten geht es um eine Schuld, für die es im
kulturellen Gedächtnis keinen Ort gibt. Die Töchter nehmen die
verleugnete Schuld der Väter auf sich, indem sie sich selbst zum Opfer
machen.
Doch die Identifikation mit der Opferrolle bestätigt nur die destruktive
Macht der Täter und ihrer Ideologie. In Auseinandersetzung mit kulturanthropologischen,
psychoanalytischen, philosophischen, literaturtheoretischen und feministischen
Theorien zeichnet Annette Baumgartl die ästhetischen Lösungen
nach, die Bachmann und Duden gefunden haben, um die Ambivalenz des Opferdiskurses,
der in der Ästhetik der Moderne eine so unheilvolle Rolle gespielt
hat, sichtbar zu machen. Dudens ungewöhnliche Lektüren der Renaissance-Malerei
zeigen den Zusammenhang von Köperverachtung und Todesverdrängung
seit Beginn der Neuzeit, die Auschwitz mit möglich gemacht haben. |
| |
|
|
|
Buchbesprechung: |
| |
|
|
|
Literaturkritik Nr. 6 - Rolf Löchel, Juni
2008: |
| |
|
 |
|
Literatur
des Traumas - Annette Baumgartl über Opferfiguren |
| |
|
|
|
bei Ingeborg Bachmann und Anne Duden |
| |
|
 |
|
Inhaltsverzeichnis |
| |
|
|
|
|
| |
|
AutorIn: |
|
Dreisbach, Susanne |
| |
|
Titel: |
|
Ingeborg Bachmann |
| |
|
|
|
Zeitkritik und Utopie im Werk der Österreicherin |
| |
|
Verlag: |
|
VDM Verlag Dr. Mülleranada, Saarbrücken
2008. |
| |
|
|
|
124 Seiten kartoniert/broschiert - 59,00 € |
| |
|
ISBN-10: |
|
3-8364-5204-9 |
| |
|
ISBN-13: |
|
978-3-8364-5204-5 |
| |
|
|
|
Schreiben ist Leben.
Diese Erkenntnis, zu der viele Literaten gelangt sein mögen, ist für
die österreichische Literatin Ingeborg Bachmann von besonderer Relevanz:
Denn erst das Schreiben eröffnet ihr einen Ort, einen der Zeit enthobenen,
einen der Geschichte fernen Un-Ort, an dem Leben möglich ist. Es ist
der Faschismus, den die 1927 in Klagenfurt geborene Schriftstellerin als
lebensbedrohlich empfindet. Zuerst und unmittelbar erfahren in seiner Virulentwerdung
im Nationalsozialismus, später erkannt als das von Anbeginn vorhandene
und den akuten Kriegszustand überdauernde Übel der abendländischen,
der männlich dominierten Gesellschaft.
Der Faschismus, bei Bachmann definiert als die vollständige Unterdrückung
des Anderen, liegt sowohl der Ausmerzung der Juden durch das Nazi-Regime
als auch der Unterdrückung der Frau in der Geschlechterbeziehung zu
Grunde. Angesichts dieser allumfassenden Bedrohung - der eines fortwährenden
Kriegszustandes - fordert Bachmann das schonungslose Erinnern. Die Utopie
einer gleichberechtigten Liebe, die Utopie einer neuen - unbelasteten -
Sprache spenden ihr Hoffnung auf einem Weg, der für sie persönlich
in einen verfrühten, einsamen Tod führen sollte. |
| |
|
|
|
|
| |
|
AutorIn: |
|
Meyer-Gosau, Frauke |
 |
|
Titel: |
|
Einmal muß das Fest ja kommen |
| |
|
|
Eine Reise zu Ingeborg Bachmann |
| |
Verlag: |
|
C. H. Beck, München 2008 |
| |
|
|
234 Seiten, gebunden - 19,90 € |
| |
ISBN-10: |
|
3-406-57686-9 |
| |
ISBN-13: |
|
978-3-406-57686-7 |
| |
|
|
Ingeborg Bachmann, 1926 in
Klagenfurt geboren, lebte in Wien, Ischia, Rom, Neapel, München, Zürich
und Berlin, 1973 starb sie in Rom - selten war ein Schriftstellerinnen-Dasein
so glamourös und rätselhaft, eine Schreib-Existenz derart rastlos.
Im Werk ist all dies aufgegangen: Ingeborg Bachmanns Gedichte und Lieder
beschwören ihre ischitanische und neapolitanische Zeit, auch ein Hörspiel
hatte dort seinen Ursprung. Und während die erste veröffentlichte
Prosa erzählte, was sie in Österreich und Italien sah und hörte,
finden die späten Erzählungen und Romane - geschrieben vor allem
in Rom - allesamt ihren zentralen Schauplatz in Wien. Anderes führt
nach Harlem oder Manhattan, nach Prag, Paris oder in die ägyptische
Wüste: Nicht nur das Umherziehen, auch ein unablässiges Umherreisen
gehörte zu dieser Biographie. Frauke Meyer-Gosau folgt der unruhigen
Bewegung: Ihre literarische Reise führt an Ingeborg Bachmanns Lebens-Orte.
Sie sucht Landschaften, Städte und Häuser auf, zieht das Werk
zu Rate, Verwandte, Spezialisten und Freunde zeichnen ein bislang unbekanntes
Bild von der einstigen Diva assoluta. Die steht am Ende ganz gegenwärtig
da: "Sie könnte so zur Tür hereinkommen." |
| |
|
|
|
|
| |
|
AutorIn: |
|
Steinhoff, Christine |
 |
|
Titel: |
|
Ingeborg Bachmanns Poetologie des Traumes |
| |
Verlag: |
|
Königshausen & Neumann, Würzburg 2008 |
| |
|
|
239 Seiten, broschiert - 34,80 € |
| |
ISBN: |
|
978-3-8260-3862-4 |
| |
|
|
Der Traum ist eine der Konstanten
im Werk Ingeborg Bachmanns. Von der frühen Prosa bis hin zum Spätwerk
– immer wieder finden sich Texte, die traumartig gestaltet sind oder
in denen nächtliche Traumerlebnisse dargestellt und erörtert werden.
Die vorliegende Studie erschließt erstmals die semantischen sowie
gestalterischen Prinzipien dieser Traumdichtungen. Ausgehend von detaillierten
Einzeltextanalysen, etwa des bekannten Traumkapitels im Roman Malina, ermittelt
Christine Steinhoff in Bachmanns Prosa eine werkübergreifende, an bestehende
Traumdiskurse anknüpfende Traumpoetologie. Als Kernstück dieser
Poetologie erweist sich die Vorstellung, im Traum und in dessen literarischer
Nachahmung könnten endlich die Grenzen des Sagbaren überwunden
werden. Es zeigt sich, dass Ingeborg Bachmann in ihren poetischen Traumnachbildungen
das einzufangen sucht, was jenseits der Darstellbarkeit liegt: die „unverlautbare
chaotische Wirklichkeit“ (Ingeborg Bachmann: Das Buch Franza). |
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
 |
|
Leseprobe: Ein
"Traumkapitel". Einbindung in den Roman |
| |
|
|
|
Buchbesprechung: |
| |
|
|
|
Literaturkritik Nr. 9 - Rolf Löchel, September 2008: |
| |
|
 |
|
Eine
Studie zu Träumen - Christine Steinhoffs beleuchtet Ingeborg |
| |
|
|
|
Bachmanns Poetologie des Traums |
| |
|
|
|
|
| |
|
Hrsg.: |
|
Wagner, Elisabeth / Simons, Oliver |
|
|
Titel: |
|
Bachmanns Medien |
| |
Verlag: |
|
Vorwerk 8, Berlin 2008. |
| |
|
|
223 Seiten - 19 € |
| |
ISBN-10: |
|
3-930916-98-3 |
| |
ISBN-13: |
|
978-3-930916-98-6 |
| |
|
|
Der seinerzeit vorherrschenden
Medien-Skepsis (Frankfurter Schule) folgte Bachmann nicht; Medien waren
für sie keine Antagonisten der Kunst. Die Autoren des Bandes gehen
jenen Spuren in ihrem Werk nach, wo sie im Gegenteil die Medien als Bedingung
ihrer Poetik reflektiert. Die Kunst im technischen Zeitalter ist der Titel
eines Vortrags, den die Ich-Figur von Ingeborg Bachmanns Malina zu Beginn
des Romans besucht. Der Vortragstitel erinnert an Werner Heisenberg und
Martin Heidegger, vor allem aber daran, dass Kunst und Technik (gr. techne)
bei Bachmann keinen Gegensatz bilden. Seit ihren ersten Hörspielen
handeln Bachmanns Texte von Verkehrsformen und Transportmitteln, von Apparaten
und Medien: dem Radio, Telefon und Telegramm, der Postkarte und dem Briefverkehr.
So überraschend banal die übermittelten Botschaften oftmals sind,
so obsessiv ist Bachmanns Ausstellen der Apparaturen, ihre Rede über
das Medium, über die Störungen und Unterbrechungen von Kommunikation.
Bemerkenswert ist, dass sich Bachmann dabei keineswegs abwehrend gegenüber
den Medien verhält. Sie ist keine Medienkritikerin wie ihre Zeitgenossen
Theodor Adorno und Günther Anders, vielmehr reflektiert sie Medien
als Bedingung ihrer Texte. In Bachmanns Schriften konstituieren Medien die
Botschaft, stellen oftmals aber auch Syntax und Semantik auf die Probe.
Die hier gesammelten Beiträge folgen den zahlreichen Spuren ihrer postalischen
Krisen, den Nachrichtenkurrieren und verfehlten Botschaften, sie rekonstruieren
die Medienpoetik ihrer Sprachbilder, ihrer musikalischen Stimmen oder des
Radios ? und sie eröffnen damit neue Zugangsweisen zu Bachmanns Werk. |